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Strandgut
Ein Inseltagebuch

Berndt Seite

Die Ostsee ist ein Sehnsuchtsort, an dem man seine Gedanken mit dem Meer schweifen lassen kann. Beim Anblick der Wellenbewegungen kommen Erinnerinerungen an das Auf und Ab des Lebens auf. In eindrucks- und stimmungsvollen Bildern beschreibt Berndt Seite in seinem Tagebuch philosophische Reflexionen in Rückblick auf sein privates und poltisches Leben. Das raue und derbe Klima der Ostsee, die verschiedenen Jahreszeiten am Meer haben dabei ihren ganz eigenen Charme und helfen ihm, alte Dinge abzustreifen und wieder zu sich selbst zu finden.

Hökerinnen - Andekdoten

Hökerinnen - Andekdoten

Adolf Glassbrenner

Die Sterbende

Eine Budenbesitzende lag auf dem Totenbett und schied sehr ungern von dieser Welt, wo sie so viele Früchte an den Mann gebracht hatte. Ihr Ehegespons stand, etwas in Nebel gehüllt, vor ihr und tröstete sie mit den Worten:" Jräme dir nich darüber, det de sterben musst; det find sich allens, un et wird schon jehen! Seh mal, eenmal missen wir alle in unsern Leben sterben!" „Schafskopp!" lispelte die Kraftlose und richtete sich mit Mühe ein wenig empor, „det is et ja eben! I, wenn man zehn- oder zwölfmal sterben müsste, denn würd` ick mir aus det eenemal nischt machen!"

Der gute Rat

Eine Hökerin, die wie alle sehr sparsam war, ging in einen Bäckerladen und forderte sich ein Dreigroschenbrot. Es wurde ihr ein solches gereicht. Erstaunt über die geringe Peripherie, wog sie es prüfend in den Händen; als sie sich aber auch hier in ihren Erwartungen getäuscht sah, fragte sie:" Is denn det wirklich en Dreijroschenbrot?" „Na ja, wenn es Ihnen nicht recht ist, lassen Sie`s liegen!" sagte ärgerlich der Bäcker. „I Er verknet`ter Deechaffe!" schrie die Beleidigte. „Bejieß Er doch seine Knirpsbrote mit Wasser, damit se wachsen, oder lass Er seinen Schafskopp mit rinbacken, damit se Jewicht kriejen!"