Berlin Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.berlin-lese.de

Weiterempfehlen

Unser Leseangebot

Kennst du Antoine
de Saint-Exupéry?

Karlheinrich Biermann

Großer Beliebtheit erfreut sich noch heute die Geschichte vom kleinen Prinzen, jenem philosophischen Märchen, das von Liebe, Freundschaft und Tod handelt. Darin geht Saint Exupery der Frage nach dem Sinn des Lebens nach und blickt zurück auf sein eigenes: das Abenteuer einer Bruchlandung, das Überleben in der Wüste, die Sehnsucht nach der verlorenen Liebe … all das war dem Autor nur allzu vertraut.

Die Litfaßsäule – eine Berliner Erfindung

Die Litfaßsäule – eine Berliner Erfindung

Hannelore Eckert

Der Druckereibesitzer Ernst Litfaß (1816-1874) modernisierte den Druckereibetrieb, indem er Schnellpressen installieren ließ, den Farbdruck einführte und großformatige Plakate herstellte. Da ihn das wilde Plakatieren an Wänden und Zäunen störte, wandte er sich an den Berliner Polizeipräsidenten von Hinkeldey, um die Genehmigung zum Aufstellen von Säulen zu erhalten. 1855 wurden die ersten 150 „Annoncier-Säulen", finanziert von Zirkusdirektor Ernst Renz, aufgestellt. Damit wurde Litfaß berühmt. So durfte er z. B. in den Kriegsjahren 1860 und 1870/71 alle amtlichen Kriegsdepeschen plakatieren.

Auch in den Zeiten von Apps und Facebook ist die Litfaßsäule als Werbeträger weiterhin sehr beliebt. Deutschlandweit soll es mehr als 50 000 dieser runden Stadtmöbel geben. Allerdings hat sie im Laufe der Jahre ihr Aussehen verändert - es gibt sie nun auch aus Plexiglas, beleuchtet, sich drehend.

Das Ehrengrab von Ernst Litfaß befindet sich auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte.

*****

Fotos: Hannelore Eckert