Berlin Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.berlin-lese.de
Unser Leseangebot

André Barz
Kennst du E.T.A. Hoffmann?

"Erlaubst du, geneigter Leser, ein Wort? Hättest du nicht Lust auf einen Tee oder eine heiße Schokolade? Vielleicht magst du aber auch lieber einen Punsch, so wie ich?"

Dieses Buch, versehen mit allerlei Bildern und Zeichnungen, macht es leicht E.T.A. Hoffmann kennenzulernen. Das Beste daran ist, der "erste Fantasy-Dichter" erzählt ganz persönlich sein Leben, davon, wie er eigentlich Musiker werden wollte und dann doch Schriftsteller geworden ist, obwohl ihn das nie interessiert hat, und von seinen Erfahrungen mit der Liebe. Nebenbei gibt er einige seiner Märchen und Erzählungen zum besten.

Berliner Herbst

Berliner Herbst

Kurt Tucholsky

Denn, so um`m September rum,
denn kriejn se wacklije Beene -
die Fliejen nämlich. Denn rummeln se so
und machen sich janz kleene.
Nee -
Fliejn wolln se nich mehr.

Wenn se schon so ankomm, `n bissken benaut...
Dann krabbeln se so anne Scheihm;
Oder se summ noch `n bisken laut,
aber mehrschtens lassen ses bleihm...
Ne -
Fliejen wolln se nich mehr.

Wenn se denn kriechen, falln se beinah um.
Un denn wern se noch mal heita,
denn rappeln se sich ooch noch mal hoch,
und denn jehts noch`n Sticksken weita -
Aba fliejn - fliejn wolln die nich mehr.

Die andan von Somma sind nu ooch nich mehr da.
Na, nu wisse se - nu is zu Ende.
Manche, mit so jelbe Eia an Bauch,
die brumm een so über de Hände...
A richtich fliejn wolln se nich mehr.

Na, und denn finnste se morjens frieh,
da liejen se denn so hinta
de Fenstern rum. Denn sind se dot.
Und wir jehn denn ooch in`n Winta.
Wie alt bist du eijentlich?

„Ick? Achtunfürzich."
„Kommst heut ahmt mit, nach unsern Lokal?"
„Allemal"

Weitere Beiträge dieser Rubrik

An die Berlinerin
von Kurt Tucholsky
MEHR
Sankt Nikolai zu Spandau
von Theodor Fontane
MEHR