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Krabat

Florian Russi | Andreas Werner

Krabat ist die bekannteste Sagenfigur aus der Oberlausitz. Das Müllerhandwerk und das Zaubern hatte er vom "schwarzen Müller" erlernt, von dem man gemunkelte, dass er mit dem Teufel im Pakt stand. Irgendwann musste es zum Machtkampf zwischen Meisetr und Schüler kommen.

Die Hauptwirkungsstätte Krabats war die Mühle in Schwarzkollm, einem Dorf, das heute zu Hoyerswerda gehört. Die Mühle besteht noch und hat nach umfänglicher Restaurierung nichts von ihrer Romantik und Magie verloren. Seit 2012 finden hier die Krabat-Festspiele statt.

Christoph Wilhelm Hufeland

Christoph Wilhelm Hufeland

Florian Russi

Die Berliner Jahre eines großen Mediziners

Im Jahr 1801 kam der in Langensalza (Thüringen) geborene, bisherige Weimarer Hofmedicus Hufeland nach Berlin. Schon an seinem vorhergehenden Wirkungsort war er zu hohem Ansehen gelangt. Viele Jahre war er der ärztliche Vertraute der herzoglichen Familie und hatte ebenso Goethe, Schiller, Wieland und Herder zu seinen Klienten gezählt. Die vier Dichterfürsten förderten auch seine medizinischen Forschungen, die sich vor allem mit dem heute wieder hoch aktuellen Thema der gesunden persönlichen Lebensführung befassten.
 
In Berlin setzte Hufeland seine Arbeiten fort und wurde zu einem der führenden Mediziner, dessen Ansehen und Bedeutung bis heute nachwirkt. Er war Leibarzt der königlichen Familie und begleitete König Friedrich Wilhelm III. (1770 - 1840) und dessen Frau Luise (1776 - 1810) auch ins zeitweilige Exil in Königsberg und Memel, als 1806 napoleonische Truppen ins Königreich Preußen einmarschierten. Im Jahr 1801 übernahm er auch die Leitung des heute berühmtesten Berliner Krankenhauses, der Charité.

Der französische Name Charité bedeutet Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Mildtätigkeit bzw. Güte. Er entsprach Hufelands Auffassung von Gesundheitsvorsorge. Mit dem Satz „Der Kranke allein ist arm" drückte er aus, dass es eine staatlich geförderte Gesundheitspolitik geben müsse. Entsprechend setzte er sich auch für eine öffentliche Armenfürsorge ein.

Hufelands Einfluss wuchs stetig, obwohl er wegen einer teilweisen Erblindung in seiner praktischen Arbeit eingeschränkt wurde. Er war Dekan der medizinischen Fakultät an der neu gegründeten Berliner Universität, Leiter der Abteilung Gesundheitswesen im preußischen Innenministerium sowie Mitglied in mehreren medizinischen Fachgremien. Auch war er beteiligt an der Gründung des ersten deutschen Impfinstituts und errichtete 1810 die erste Poliklinik, die er bis 1831 auch verantwortlich leitete.

Mit über 400 wissenschaftlichen Arbeiten, Fachzeitschriften und Büchern nahm er großen Einfluss auf die medizinische Wissenschaft seiner Zeit. Er gilt als Mitbegründer der Makrobiotik (übers. Etwa: „Große Kunde von der gesunden Lebensführung"), wobei er die Lebensweisen immer nur als Teil der gesundheitlichen Vorsorge ansah und sich energisch dagegen wandte, Krankheiten allein mit naturheilkundlichen Maßnahmen oder bestimmten Lebensregeln bekämpfen zu wollen.

Hufeland vereinigte in einer großen Persönlichkeit humanistische Weltanschauung, medizinische Praxis, wissenschaftliche Forschung sowie administratives Gestaltungsvermögen. Noch heute führen viele Einrichtungen seinen Namen, so auch der von der Deutschen Ärzteversicherung jährlich verliehene Preis für medizinische Prävention. 

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