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Hans-Jürgen Malles
Kennst du Friedrich Hölderlin?

Seine Werke gehört neben denen Goethes und Schillers zu den bedeutendsten der deutschen Klassik, auch wenn sein Leben im Wahnsinn endete. Eine Hinführung zum Verständnis von Hölderlins Persönlichkeit und Werk bietet Deutschlehrer Malles hier. Der Leser erhält Einblicke in ein facettenreiches Leben voller Höhen und Tiefen und darf teilhaben an Hölderlins Begeisterung für die Französische Revolution und die griechische Antike. Auch die Liebe zu Susette Gontard soll nicht unerwähnt bleiben.

Das Zusammenwachsen der Berliner Museumslandschaft nach der Wiedervereinigung.

Das Zusammenwachsen der Berliner Museumslandschaft nach der Wiedervereinigung.

Dietrich Lincke

Die Berliner Museumslandschaft hat heute drei Schwerpunkte:

Der traditionelle ist die im 19. und im beginnenden 20. Jahrhundert entstandene Museumsinsel. Die berühmten Bauten wurden im II. Weltkrieg arg beschädigt, aber sie blieben, soweit möglich, noch Heimstatt für die im Osten befindlichen Schätze und Sammlungen. Nach der Wiedervereinigung wurde der systematische Wieder- und Neuaufbau in Angriff genommen. Aber die Arbeiten werden vor 2015 kaum abgeschlossen sein.

Während des Krieges waren die Kunstschätze vor den Bombenangriffen in Sicherheit gebracht und an den verschiedensten Orten gelagert worden. Was im Westen war, fand zunächst keine geeignete Heimstatt. Als das ebenfalls stark zerstörte Charlottenburger Schloß wiederaufgebaut war, nahm es vorübergehend einen Teil der Kunstwerke auf. Aber es gab einen kaum beschädigten großen Gebäudekomplex im Südwesten Berlin in dem noblen Villenviertel Dahlem, der schon im I. Weltkrieg als eine Art Reservemuseum geschaffen worden war und der vor allem als Magazin des Völkerkundemuseums gedient hatte. Da auch dieses seinen Hauptbau im Zentrum verloren hatte, machte es nun die Türen in Dahlem auf. Bis heute sind dort seine Schätze ausgestellt in den drei Nachfolgeeinrichtungen, dem Ethnologischen Museum und den beiden Museen für Indische und Ostasiatische Kunst.

Seit den fünfziger Jahren wurde das ehemalige Magazin immer mehr ausgebaut und erweitert - zu den „Dahlemer Museen". Vor allem fanden nun die Schätze der Gemäldegalerie, die im Westen ausgelagert waren, eine neue Heimat. Auch die berühmte Nofretete konnte dort bewundert werden. Dies war allerdings nur ein stetig verbessertes Provisorium, insbesondere im Vergleich mit dem früheren Standort, der Museumsinsel.

Auf lange Sicht strebte Berlin aber die Schaffung eines neuen Kulturforums an. Dafür bot sich das zentrale Areal zwischen Tiergarten und Potsdamer Platz, direkt an der Sektorengrenze, an, das nach dem Krieg in Schutt und Asche lag. Das Konzept dafür hatte der bekannte Architekt und Städteplaner Hans Scharoun entwickelt, der auch die Philharmonie, den ersten bedeutenden Bau auf dem Areal geschaffen hat (1961-1963). Das nächste Wahrzeichen auf dem Gelände war die Neue Nationalgalerie, die der berühmte Architekt Mies van der Rohe entworfen hat (fertiggestellt 1968). Bei der Schaffung des Kulturforums stand durchaus der Gedanke Pate, dass es in Reichweite der trationellen Schwerpunkte auf der Museminsel und "Unter den Linden" bleiben sollte und dass sich die beiden Teile Berlins nicht voneinander weg, sondern aufeinander zu entwickeln müssten. Entgegen manchen Zeichen, dass sich nach Teilung und Mauerbau Resignation breitmachte, ist das Kulturforum ein Beweis dafür, dass trotz allem mit Blick auf die Einheit gedacht und .....gebaut, also gehandelt wurde.

Der Prozess des Wiederzusammenwachsens ist aber noch nicht beendet. Eine weitere wichtige Etappe, vielleicht sogar die Krönung, wird der Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses sein. Es wird die außereuropäischen Museen aufnehmen, die noch in Dahlem sind, dann aber in die unmittelbare Nachbarschaft der großen alten Museen kommen.

Künftig wird der Stadtkern Berlins also von zwei bedeutenden kulturellen Schwerpunkten beherrscht sein: Museumsinsel mit Schloß und Kulturforum am Potsdamer Platz.

Daneben wird es weiterhin die große Fülle anderer Museen geben, die weniger von den großen Touristenströmen erfasst werden, aber viele anziehen, weil sie auf ihren Sachgebieten meist außergewöhnlich viel zu bieten haben.

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Foto: Dietrich Lincke

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