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Krabat

Florian Russi | Andreas Werner

Krabat ist die bekannteste Sagenfigur aus der Oberlausitz. Das Müllerhandwerk und das Zaubern hatte er vom "schwarzen Müller" erlernt, von dem man gemunkelte, dass er mit dem Teufel im Pakt stand. Irgendwann musste es zum Machtkampf zwischen Meisetr und Schüler kommen.

Die Hauptwirkungsstätte Krabats war die Mühle in Schwarzkollm, einem Dorf, das heute zu Hoyerswerda gehört. Die Mühle besteht noch und hat nach umfänglicher Restaurierung nichts von ihrer Romantik und Magie verloren. Seit 2012 finden hier die Krabat-Festspiele statt.

Zur letzten Instanz

Zur letzten Instanz

Florian Russi

Im Jahr 2021 wird sie auf eine 400-jährige Geschichte zurückblicken können. Bis heute gehört „Zur letzten Instanz" in der Waisenstraße nahe dem Berliner Alexanderplatz zu den begehrtesten Lokalen der deutschen Bundeshauptstadt. Bis ins Ausland, so ins ferne Japan, ist der gute Ruf der Haustradition gedrungen. Tischreservierungen sind daher dringend zu empfehlen.

Zu DDR-Zeiten war das im Ostteil Berlins gelegene Restaurant vor allem bei Studenten sehr beliebt. Es wurde als Ereignis gefeiert, wenn man dort einen Platz bekam. Einer der damaligen Studenten hat mir erzählt, der Name „letzte Instanz" beziehe sich auf den der Gaststätte gegenüberliegenden kleinen Friedhof. Hierzu haben wohl Assoziationen wie „letzter Wille", „letztes Hemd" oder „letztes Geleit" beigetragen. Über den wahren Sachverhalt informiert uns die Speisekarte:

Im Jahr 1621 gründete ein ehemaliger Reitknecht des Kurfürsten von Brandenburg das Lokal zunächst als Branntweinstube. Die führte lange Jahre den Namen „Biedermeierstübchen am Glockenspiel." Im Jahr 1900 wurde in der nahen Littenstraße, die parallel zur Waisenstraße verläuft, ein Amtsgericht errichtet. Dabei handelte es sich nach der deutschen Gerichtsordnung um eine „erste Instanz". In unserem Fall soll es jedoch so gewesen sein, dass zwei Bauern, die einen langwierigen Rechtsstreit miteinander geführt hatten, sich in der Gaststätte bei einer feuchtfröhlichen Zecherei „in letzter Instanz" ausgesöhnt und verständigt haben. So also kam das Haus zu seinem hübschen Namen.

Die Speisen- und Weinangebote laden auch heute noch dazu ein, sich zu „löblichem Tun" zu versammeln. Getreu der Namenstradition des Hauses finden sich auf der Speisekarte Gerichte wie „Gerichtsschreiber-Sülze", „Sühne-Versuch", „Kreuzverhör" und „Justiz-Irrtum". Dahinter verstecken sich beliebte Speisen wie Kalbsleber Berliner Art und Kabeljau mit poschiertem Senfei, jungem Spinat und kleinen Kartoffeln. Niemand braucht zu befürchten, dass ihm hier eine Henkersmahlzeit zubereitet würde.

Das altberlinerische Ambiente der Gasträume sorgt für Gemütlichkeit und nostalgischer Stimmung. In Zeiten von I-Pad, Windkanal und Industrie-Design bietet die „letzte Instanz" einen Rückzugsort für Tradition und gefühlte gute alte Zeit.

Homepage "Zur letzten Instanz"

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Fotos: Florian Russi

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