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London kommt!

Pückler und Fontane in England

Klaus-Werner Haupt

Hardcover, 140 Seiten, 2019

Im Herbst 1826 reist Hermann Fürst von Pückler-Muskau erneut auf die Britischen Inseln, denn er ist auf der Suche nach einer vermögenden Braut. Aus der Glücksjagd wird eine Parkjagd, in deren Folge die Landschaftsgärten von Muskau und Branitz entstehen. Auch die Bewunderung für die feine englische Gesellschaft wird den Fürsten zeitlebens begleiten.

Theodor Fontane kommt zunächst als Tourist nach London, 1852 als freischaffender Feuilletonist, 1855 im Auftrag der preußischen Regierung. Seine journalistische Tätigkeit ist weitgehend unbekannt, doch sie bietet ein weites Feld für seine späteren Romane.

Die vorliegende Studie verbindet auf kurzweilige Art Biografisches mit Zeitgeschehen. Die Erlebnisse der beiden Protagonisten sind von überraschender Aktualität.

Französische Botschaft

Französische Botschaft

Rudolf Dadder

Mission für Zusammenarbeit

Im Herzen Berlins, am Pariser Platz, nahe dem Brandenburger Tor weht die „Tricolore", die Fahne Frankreichs mit den Nationalfarben blau-weiß-rot. Hier ist der Sitz der französischen Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland mit ihren rund 250 Mitarbeitern. Ihre Lage macht deutlich, welche Bedeutung Frankreich seinen Beziehungen zu uns beimisst.

Frankreich und Deutschland sind aus dem Erbe Karls des Großen (747-814) hervorgegangen. Bis ins 20. Jahrhundert waren die Grenzen zwischen beiden Ländern umstritten und umkämpft. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts überzog der französische Kaiser Napoleon I. die deutschen Länder mit Kriegen, 1870/71 ließ Bismarck deutsche Soldaten in Frankreich einmarschieren, 1914 - 1918 und 1939 - 1945 standen sich Deutschland und Frankreich in zwei blutigen Weltkriegen gegenüber. Millionen Franzosen und Deutsche mussten wegen Machtstreben, Eitelkeit oder Rachsucht ihr Leben lassen, aus Gründen, die man heute kaum noch verstehen kann.

Umso mehr sind die Leistungen zu würdigen, die nach dem 2. Weltkrieg aus dieser sog. Erbfeindschaft eine tragfähige Freundschaft werden ließen. Vor allem die Staatsmänner Robert Schuman (1886-1963), Konrad Adenauer (1876-1967) und Charles de Gaulle (1890-1970) haben sich dabei historische Verdienste erworben. Heute sind Frankreich und Deutschland füreinander die wichtigsten Wirtschafts- und Handelspartner und gemeinsam gestalten sie einen erheblichen Teil der Politik der Europäischen Union.

1963 schlossen Frankreich und Deutschland einen Freundschaftsvertrag („Elysée-Vertrag"), der sie zu regelmäßigen Konsultationen und Abstimmungen verpflichtet. Viele weitere Vereinbarungen, so ein deutsch-französisches Jugendaustauschprogramm (Jugendwerk), ein deutsch-französischer Kulturrat, ein gemeinsames Fernsehprogramm („Arte") befördern die Zusammenarbeit der Länder.

Frankreich zählt 59 Millionen Einwohner (Stand 2012). Es ist eine demokratische Repunblik. An der Spitze des Staates steht ein Präsident, der anders als in Deutschland, direkte politische Macht ausübt und unmittelbar vom Volk gewählt wird. 64 % der Bevölkerung sind Katholiken, 4,5 % Muslime und 1,6 % Protestanten. Es herrscht eine strenge Trennung zwischen Staat und Kirchen bzw. Religionen. Die Verfassung schreibt einen konsequenten Laizismus vor, der auch von der großen Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen und persönlich gelebt wird.

Gerechnet nach seinem Bruttoinlandsprodukt nimmt Frankreich in der Welt den 9. Platz ein. Wichtigster Handelspartner ist Deutschland (ca. 16 % der Ein- und Ausfuhren) gefolgt von Italien (ca. 8 %).

Wichtigste Energiequelle ist in Frankreich die Atomenergie, hier liegt es in Europa an der Spitze und auf dem Weltmarkt hinter den USA auf Rang 2. Eine führende Rolle nimmt das Land auch in der europäischen Flugzeugindustrie ein. Hauptsitz des europäischen Flugzeugherstellers Airbus ist die Stadt Toulouse in Südfrankreich.
Zu Frankreich gehören aus der früheren Kolonialzeit herrührend eine Reihe von überseeischen Gebieten, so das in Südamerika gelegene Französisch-Guyana oder die Antilleninsel Martinique und die im Indischen Ozean gelegene Insel Le Réunion.

Nationalfeiertag ist der 14. Juli, der Tag, an dem mit dem Sturm auf die Bastille in Paris die franzölsische Revolution begann. Die Nationalhymne stammt ebenfalls aus der Revolutionszeit und war ursprünglich ein Kriegslied. Ihr Text ist entsprechend kämpferisch und blutrünstig, so wenn davon die Rede ist, dass man mit dem Blut der Gegner die Ackerfurchen tränken wolle. Dies jedoch ist Geschichte. Die heutigen Franzosen sind friedliebend wie inzwischen auch wir. Dies kommt uns beiden zu Gute.

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Fotos:Rudolf Dadder

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