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London kommt!

Pückler und Fontane in England

Klaus-Werner Haupt

Hardcover, 140 Seiten, 2019

Im Herbst 1826 reist Hermann Fürst von Pückler-Muskau erneut auf die Britischen Inseln, denn er ist auf der Suche nach einer vermögenden Braut. Aus der Glücksjagd wird eine Parkjagd, in deren Folge die Landschaftsgärten von Muskau und Branitz entstehen. Auch die Bewunderung für die feine englische Gesellschaft wird den Fürsten zeitlebens begleiten.

Theodor Fontane kommt zunächst als Tourist nach London, 1852 als freischaffender Feuilletonist, 1855 im Auftrag der preußischen Regierung. Seine journalistische Tätigkeit ist weitgehend unbekannt, doch sie bietet ein weites Feld für seine späteren Romane.

Die vorliegende Studie verbindet auf kurzweilige Art Biografisches mit Zeitgeschehen. Die Erlebnisse der beiden Protagonisten sind von überraschender Aktualität.

Berliner Fernsehturm

Berliner Fernsehturm

Florian Russi

„In diesem Zeichen wirst du siegen"

Am Alexanderplatz erhebt sich ein 368 Meter hoher Koloss aus Stahl und Stahlbeton in den Himmel. Er ist das höchste Bauwerk Berlins und ganz Deutschlands. In den Jahren 1965 bis 1969 wurde er als Sende- und Empfangsmast für das DDR-Fernsehen errichtet. Für die frühere DDR-Regierung war er ein Prestigeobjekt. Der Turm sollte allen Berlinern, auch den Bewohnern des Westens, signalisieren: „Wir im sozialistischen Staat sind die Größten und wir hören und übersehen alles". Was dabei nicht bedacht worden war, stellte die Westberliner Presse bald nicht ohne Häme fest: Wenn die Sonne auf die stählerne Kugel am oberen Turmende strahlte, bildete sich dort ein Widerschein in Form eines christlichen Kreuzes. Die DDR-Regierung ärgerte sich darüber, konnte jedoch nichts mehr daran ändern.Dem römischen Kaiser Konstantin soll vor der Schlacht an der Milvischen Brücke im Traum das Zeichen eines christlichen Kreuzes erschienen sein und eine Stimme zugerufen haben: „In diesem Zeichen wirst du siegen". Konstantin wählte das Zeichen und gewann die für ihn entscheidende Schlacht. Anschließend gewährte er in seinem Reich die allgemeine Religionsfreiheit und förderte das Christentum. In unserem Fall ging das Volk der DDR als Sieger aus dem Kampf zweier Systeme hervor, nachdem sich viele Bürger unter dem Zeichen des Kreuzes in christlichen Kirchen zusammengefunden hatten.

Die Spitze des Fernsehturms ragt 160 Meter über die stählerne Kugel hinaus. Die Höhe der Antenne beträgt 118 Meter. Im Hohlraum der Kugel befinden sich auf einer Höhe von 204 Metern eine Aussichtsplattform und knapp vier Meter darüber ein Restaurant. Die Ebene, auf der sich das Restaurant befindet, dreht sich im Takt von 30 Minuten jeweils um 360 Grad. So können die Gäste von ihren Sitzplätzen aus innerhalb dieser Zeit in alle Himmelsrichtungen über die deutsche Bundeshauptstadt schauen und einen weiten Blick über Berlin und seine Umgebung genießen.

Die Turmkugel mit ihren beiden Plattformen ist für Besucher geöffnet. Mit einem der beiden Publikumsaufzüge erreicht man die Aussichtsplattform in nur 38 Sekunden. Viel beschwerlicher wäre der Fußweg. Vom Turmfuß aus sind es 986 Treppenstufen. Solche Attraktionen bleiben nicht ohne Resonanz. In jedem Jahr besuchen rund 1,2 Millionen Menschen den Fernsehturm. Davon sind etwa 60 % Ausländer. Berlin heißt sie willkommen und lässt sie weit blicken.

 

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Fotos: Florian Russi

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