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Roland Opitz
Kennst du Fjodor Dostojewski?

Das Leben Dostojewskis glich einer Achterbahnfahrt: stetig pendelnd zwischen Verehrung und Verachtung, zwischen Erfolg, Spielsucht und Geldnot. Mit 28 Jahren wurde er wegen revolutionärer Gedanken des Hochverrats angeklagt und zum Tode verurteilt, landet dann aber im sibirischen Arbeitslager.
Er gilt als Psychologe unter den Schriftstellern, derjenige der hinab schauen kann in die Abgründe der menschlichen Seele. Diese Biografie ist gespickt mit Auszügen aus seinen Meisterwerken sowie mit einigen seiner Briefe, die einen offenherzigen Menschen zeigen.

Wirtshaus Stresemann (geschlossen)

Wirtshaus Stresemann (geschlossen)

Rudolf Dadder

Café - Restaurant

Dass in Berlin niemand verhungern oder verdursten muss, dazu tragen die unzählbar vielen Lokale bei, in denen man so ziemlich alles angeboten bekommt, worauf man gerade Appetit hat. Im Café Stresemann bin ich eingekehrt, weil es gut sichtbar an der Straßenecke an der Anhalter- und Stresemannstraße und schräg gegenüber der Ruine des Anhalter-Bahnhofs liegt.

Der Namensgeber Gustav Stresemann (1878-1929), einer der bedeutendsten deutschen Politiker und Träger des Friedensnobelpreises im Jahr 1926, ziert die zweite Seite der Speisekarte, die bürgerliche Gerichte zu zivilen Preisen anbietet. Hier kehren auch viele Einheimische und Studenten ein. In den wärmeren Jahreszeiten können sie auch auf dem Bürgersteig vor der Gaststätte, die man als Café-Restaurant qualifizieren kann, Platz nehmen und dem Verkehr auf den vorbeiführenden Straßen zuschauen. Eine in langen Blumentöpfen wachsende Hecke grenzt das Freiluftcafé zu den Straßen hin ab.

Die Gaststätte wurde 1936 unter dem Namen „Schottenhansel" eröffnet. Seit einigen Jahren trägt sie den Namen des früheren Reichsaußenministers und -kanzlers. Das Angebot an Speisen ist vielfältig und im Preis- Leistungsverhältnis angemessen. Auf der Speisekarte finden sich u. a. ein reichhaltiges Frühstücksangebot (bis 16 Uhr) und gediegene bürgerliche Gerichte wie Berliner Kartoffelsuppe mit Würstchen, Currywurst mit Brot oder Pommesfrites, Leberkäse mit Spiegelei, Bratkartoffeln und Salat, Spätzlepfanne sowie Matjesfilets nach Hausfrauenart. Das Essen wird ständig frisch angerichtet.

Seinem Namen als Café wird das Haus durch ein variables Angebot von gutem hausgebackenem Kuchen gerecht. Bis 00:00 Uhr hat es geöffnet. Wer also in dieser Zeit die Straßen gegenüber dem Anhalter-Bahnhof passiert, findet hier einen Ort, an dem es sich einzukehren lohnt.

 

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Fotos: Rudolf Dadder

Wirtshaus Stresemann (geschlossen)

Stresemannstraße 48
10963 Berlin

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