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Sesenheimer Liebeslyrik

Florian Russi

Während seines Studiums in Straßburg lernte Johann Wolfgang von Goethe die Sesenheimer Pfarrerstochter Friederike Brion kennen. Die beiden verliebten sich ineinander und Goethe wurde durch Friederike zu wundervollen Gedichten angeregt.

Einige von ihnen (Heideröslein, Mailied, Willkommen und Abschied u. a.) zählen zu seinen besten und beliebtesten überhaupt. In diesem Heft sind sie vorgestellt und mit Bildern und Erläuterungen angereichert.

Die Heilige Hedwig

Die Heilige Hedwig

Florian Russi

Namenspatronin der Berliner Hedwigskathedrale

Hedwigsmedaille in Silber
Hedwigsmedaille in Silber
Die Heilige Hedwig, auch Hedwig von Schlesien oder Hedwig von Andechs genannt, Schutzpatronin der Hedwigskathedrale, war die Ehefrau des Herzogs Heinrich I. von Schlesien. Ihr Vater war Graf Berthold IV. von Andechs, als dessen Todesdatum der 12. August 1204 überliefert ist. Er war Graf von Andechs, Markgraf von Istrien, Herzog von Meranien und Vogt vom Tegernsee und herrschte damit über ein Gebiet, das vom heutigen Bayern bis zur Küste Kroatiens reichte. Die Mutter entstammte dem Geschlecht der Wettiner. Ihre Schwester Gertrud war mit König Andreas II. von Ungarn verheiratet und die Mutter der 1235 heiliggesprochenen Elisabeth von Thüringen. Hedwig gehörte damit zu den mächtigsten Adelsfamilien Europas. Wie auch ihre Nichte Elisabeth verzichtete sie auf ein Leben im Luxus und übte sich persönlich in Bescheidenheit und Demut. Sie beschenkte als Wohltäterin die Armen und übte sich in der Befolgung der christlichen Gebote. Unterstützt wurde sie dabei von ihrem Ehemann, der 1233 auch Herzog von Polen wurde und ein sehr gläubiger Mensch war.

Hedwig und Heinrich bekamen 7 Kinder. Gemeinsam gründeten sie die Zisterzienserinnen-Abtei in Trebnitz (Niederschlesien). Der Überlieferung nach ging Hedwig selbst im Winter barfuß. Als ihr Beichtvater sie mahnte, doch Schuhe zu tragen, soll sie die Schuhe in die Hand genommen haben. Aus diesem Grund wird sie öfter mit Schuhen in der Hand dargestellt. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1238 trat Hedwig in das von beiden gegründete Kloster ein. Nachdem ihr ältester Sohn Heinrich II., auch der „Fromme" genannt, 1241 in einer Schlacht gegen die Mongolen ums Leben gekommen war, gründete Hedwig zusammen mit dessen Witwe Anna von Böhmen ein weiteres Kloster, die Benediktinerpropstei in Wahlstatt (heute Legnickie Polen).

Hedwig starb am 15. Oktober 1243 in Trebnitz und wurde 1267 heiliggesprochen. Ihr Gedenktag ist in der römischen Kirche am 16. in der protestantischen am 15. Oktober. Außer der Hedwigskathedrale wird sie als Schutzpatronin von Schlesien, Andechs sowie des Bistums und der Stadt Görlitz verehrt.

  

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- Vorschaubild: Briefmarke der Deutschen Bundespost Berlin von 1955: "25 Jahre Bistum Berlin".
- Hedwigsmedaille in Silber. (Fotograf: Bautsch, public domain, Quelle: Wikimedia Commons).
Die Hedwigsmedaille ist eine Auszeichnung des Erzbistums Berlin für engagierte Katholiken.

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