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André Barz
Kennst du E.T.A. Hoffmann?

"Erlaubst du, geneigter Leser, ein Wort? Hättest du nicht Lust auf einen Tee oder eine heiße Schokolade? Vielleicht magst du aber auch lieber einen Punsch, so wie ich?"

Dieses Buch, versehen mit allerlei Bildern und Zeichnungen, macht es leicht E.T.A. Hoffmann kennenzulernen. Das Beste daran ist, der "erste Fantasy-Dichter" erzählt ganz persönlich sein Leben, davon, wie er eigentlich Musiker werden wollte und dann doch Schriftsteller geworden ist, obwohl ihn das nie interessiert hat, und von seinen Erfahrungen mit der Liebe. Nebenbei gibt er einige seiner Märchen und Erzählungen zum besten.

Tempelhofer Feld

Tempelhofer Feld

Jean Gies

Seit Mai 2010 ist das ehemalige Flugfeld des Tempelhofer Flughafens öffentlich zugänglich. Im Rahmen eines Berlin-weiten Volksentscheids wurde am 25. Mai 2014 mit entschiedener Mehrheit gegen die Bebauung des Geländes, für den vollständigen Erhalt der Fläche für die Öffentlichkeit gestimmt. Der Zugewinn eines solch großzügigen, kreativ zu nutzenden und erholungsverschaffenden Freiraums für alle inmitten der Stadt übte eine große Faszination aus und setzte viele Ideen frei.

 

Die Fläche wird von ihren Besuchern geschätzt, erfinderisch und ausgiebig genutzt, erforscht, gepflegt, verteidigt, gestaltet und bespielt. Freizeitsportler, Radler, Spaziergänger, Hundehalter, Ruhesuchende ergehen sich dort ohne Beengung in harmonischer Koexistenz. Fahr- und Flugobjekte werden ausgeführt und der Spieltrieb ausgelebt, Bandproben, Konzerte, Gemeinschaftsgartenprojekte, Kunstaktionen finden hier statt. Die Natur sprießt aus allen Fugen und erobert sich die ehemaligen Rollbahnen zurück, seltene Pflanzen und Tiere siedeln sich an, Feldlerchen brüten in einem geschützten Areal. Am hohen, weiten Himmel spielt sich eindrucksvoll das Wetterspektakel über Berlin ab - berückend der unverstellte Panoramablick auf Wolkenmeere, sich zusammenbrauende und entladende Unwetter, Regenbögen, Sonnenuntergänge über der fernen Stadtsilhouette. Es steht zu befürchten, dass diese wunderbare urbane Brache im Zuge steigenden Wohnungsbedarfs nicht dauerhaft ohne Abstriche erhalten bleiben kann. Umso intensiver und einfallsreicher, mit ansteckender Euphorie nutzen die Berliner ihre vielleicht nur temporäre Spielwiese und innerstädtische Stadtflucht.

Impressionen vom Tempelhofer Feld

 

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Fotos: Jean Gies

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