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Strandgut
Ein Inseltagebuch

Berndt Seite

Die Ostsee ist ein Sehnsuchtsort, an dem man seine Gedanken mit dem Meer schweifen lassen kann. Beim Anblick der Wellenbewegungen kommen Erinnerinerungen an das Auf und Ab des Lebens auf. In eindrucks- und stimmungsvollen Bildern beschreibt Berndt Seite in seinem Tagebuch philosophische Reflexionen in Rückblick auf sein privates und poltisches Leben. Das raue und derbe Klima der Ostsee, die verschiedenen Jahreszeiten am Meer haben dabei ihren ganz eigenen Charme und helfen ihm, alte Dinge abzustreifen und wieder zu sich selbst zu finden.

Wie Blücher zum zweiten Male freite

Wie Blücher zum zweiten Male freite

Hannelore Eckert

Trotz seiner rustikalen Redewendungen darf man sich Blücher nicht etwa als einen groben Klotz vorstellen. Er konnte, wenn er wollte, von bezaubernder Liebenswürdigkeit sein und war besonders schönen Frauen gegenüber oft von geradezu verführerischer Galanterie. So gelang es ihm auch noch, im späten Alter das Herz eines jungen Mädchens zu erobern, das ihn bis an sein Lebensende zärtlich geliebt und sorgsam gepflegt hat. Als er bei ihrem Vater, einem hohen Staatsbeamten, offiziell um ihre Hand anhielt, war dieser durchaus nicht geneigt, sein reizendes, junges Kind dem alten Haudegen zur zweiten Frau zu geben, um so weniger, als die Söhne aus seiner ersten Ehe längst erwachsen waren. Aber Marschall Vorwärts ließ sich durchaus nicht abtrösten, sondern sagte höchst energisch: „Dat Mädel will mir aber. Da ist nischt zu machen!“

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Quelle: „Hier lacht Berlin“ herausgegeben von Dr. Franz Lederer

Fels-Verlag Dr. Wilhelm Spael KG, Essen 1943

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