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Einhorn-Geschichten

Florian Russi

Magst auch du Einhörner, diese wundervollen leuchtenden Geschöpfe, die zu scheu und empfindsam sind, um sich den Menschen zu zeigen? Dann wird dich dieses Heft erfreuen. Darin finden sich zwei Einhorn-Geschichten: Die eine verrät dir, wie das erste Einhorn auf die Welt kam, die andere, warum Einhörner sich unter Menschen nicht wohlfühlen. Zum Schluss findest du auch ein Lied über Einhörner.

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Florian Russi hat bereits in Alids Traum diesen zauberhaften Wesen mehrere Erzählungen gewidmet. Zwei der schönsten Geschichten sind hier nochmals aufgegriffen und für Kinder neu erzählt und farbig illustriert.

Das Gründerzeitmuseum Mahlsdorf

Das Gründerzeitmuseum Mahlsdorf

Hannelore Eckert

Das Gutshaus Mahlsdorf wurde um 1815 erbaut. Bis 1919 wurde es von bürgerlichen Gutsherren bewirtschaftet, danach an die Stadt Lichtenberg verkauft, die ab1920 zu Groß-Berlin gehörte. Nach unterschiedlichen Nutzungen und zahlreichen Renovierungen nahm sich 1959 Lothar Berfelde (Charlotte von Mahlsdorf) des vom Abriss bedrohten Gebäudes an. Sie eröffnete dort 1960 ihr privates Gründerzeitmuseum, das 1972 unter Denkmalschutz gestellt wird. Ab 1997 übernimmt der Förderverein Gutshaus Mahlsdorf e. V. das Haus.

Charlotte von Mahlsdorf wurde am 18. 05. 1928 als Lothar Berfelde geboren. Schon früh merkte der Junge, dass er im „falschen Körper“ geboren war und benannte sich um. Die Wohnkultur der Gründerzeit wurde seine Leidenschaft. Schon kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges hatte sie bereits fünf Zimmereinrichtungen gesammelt. 1960 eröffnete das Museum in Mahlsdorf mit zunächst nur zwei Räumen, doch die Sammlung wuchs stetig. Es waren nicht nur Möbel, sondern auch Uhren, Musikmaschinen, Öfen, Kostüme und vieles mehr. Das weckte die Begehrlichkeit des Staates. 1974 versuchte die DDR das Museum in seinen Besitz zu bringen und viele Sammlerstücke gingen verloren, da Charlotte von Mahlsdorf sie lieber verschenkte, als dem Staat zu überlassen. Durch den Einsatz des Rechtsanwalts Friedrich Karl Kaul und der Schauspielerin Annekathrin Bürger konnte das Museum erhalten bleiben. Bis 1995 führte Charlotte von Mahlsdorf höchstpersönlich durch die beeindruckenden Räume. Nach einem Überfall von Neonazis auf ein Sommerfest im Museum und wegen Finanzieller Probleme verkaufte Charlotte an die Stadt Berlin. Sie zog nach Schweden und eröffnete dort ein Jahrhundertwende-Museum. Bei einem Besuch in Berlin verstarb sie am 30. April 2002. Der Förderverein stiftete einen Gedenkstein, der im Gutspark steht.

Das Museum zählt zu den bedeutensten Gründerzeitsammlungen in Europa. In 17Ausstellungsräumen sind u.a. ein Herrenzimmer, ein Damensalon, ein Speisezimmer und ein Gartensalon zu bewundern. Es gibt eine großartige Musikmaschinensammlung. Bei Führungen werden die Geräte auch in Betrieb gesetzt. Im Souterrain ist die „Mulackritze“ aufgebaut, die älteste erhaltene Zillekneipe Berlins. Und dort im Keller kann man auch eine Hurenstube besuchen…Ein Besuch im Gründerzeitmuseum Mahlsdorf lohnt sich. Ich empfehle auch die Lektüre des Buches „Ich bin meine eigene Frau“ von Charlotte von Mahlsdorf, dtv-Verlag.


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Fotos: Hannelore Eckert

Das Gründerzeitmuseum Mahlsdorf

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