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Sommerschnee

Berndt Seite

Hardcover, 124 S., 2020 erscheint demnächst; Bereits vorbestellbar

ISBN: 978-3-86397-134-2
Preis: 15,00 €

Sommerschnee – das sind die luftig-bauschigen Samenfasern der Pappelfrüchte, die sich im Sommer öffnen und die Welt mit ihrem weißen Flaum überziehen: Schnee in der wärmsten Jahreszeit. Mal melancholisch, mal mandelbitter, aber stets in größter Genauigkeit geht Berndt Seite auch in seinem neuen Lyrikband den Erscheinungsformen der Natur nach und lotet in ihnen die Bedingungen des Lebens aus.

Botanischer Garten Berlin

Botanischer Garten Berlin

Almut Philipp

Die älteste botanische Gartenanlage Berlins

Er ist einer der Großen in der Welt, der Botanische Garten in Berlin-Lichterfelde. Mit dem Botanischen Museum Berlin-Dahlem gehört er als zentrale Einrichtung zur Freien Universität Berlin. Allein seine Ausdehnung auf 43 Hektar ist bemerkenswert. In der denkmalgeschützten Gartenanlage befinden sich 15 Gewächshäuser auf rund 6000 Quadratmetern Fläche. Die wissenschaftliche Forschung erschließt und erweitert z. B. die Pflanzensammlungen, es gibt Labore und Datenbanken wie eine DNA-Datenbank, die Dahlemer Samendatenbank oder Sammlungen altägyptischer Grabbeigaben. So wird z. B. die Kulturgeschichte der Pflanzen, ihr Wachstum und Nutzen erforscht. Das Botanische Museum vermittelt als Schaumuseum mit vielen Modellen Wissen z. B. über die pflanzlichen Wuchsformen. Es besitzt das Generalherbarium mit etwa 3,5 Millionen Herbarbögen, d. h. Papierbögen, auf denen gepresste Pflanzen befestigt sind. Die wissenschaftliche Pflanzensammlung vervollständigt die Sammlung der lebenden Pflanzen des Botanischen Gartens. Europaweit ist das Museum einzigartig und es ergänzt mit seinen Exponaten die Lebendsammlung des Gartens. In der denkmalgeschützten Gartenanlage sind um die 20.000 Pflanzenarten aus allen Erdteilen beheimatet. Andererseits werden in verschiedenen Sondergärten Lebensräume und Nutzungen verschiedener Pflanzen gezeigt. Beispiele sind der Arzneipflanzengarten, ein Sumpf- und Wassergarten, ein Duft- und Tastgarten, der italienische Garten oder ein Moosgarten.

Die Gewächshäuser

Ein Wahrzeichen des Botanischen Gartens ist das Große Tropenhaus, ein Kuppelbau aus Stahl und Glas. Mit etwa 1750 Quadratmetern Grundfläche und einem Volumen von rund 40.000 Kubikmetern ist das zwischen 1905 bis 1907 nach Plänen des Königlichen Baurats Alfred Koerner erbaute Haus eines der größten freitragenden Gewächshäuser weltweit. Besonders ist die pflanzengeografische Anlage im Inneren. Ein Leitsystem führt die Besucher entsprechend der Lage der einzelnen Kontinente von der Karibik nach Zentral- und Südamerika, nach Afrika, Asien und Ozeanien.

Geschichte

Die über 330-jährige Geschichte des Botanischen Gartens beginnt nicht an seinem heutigen Standort, sondern in Berlin an der Stelle des Lustgartens. Das Neue Museum und den Berliner Dom gab es damals noch nicht. An dieser Stelle an der Spree gab es bis zum 16. Jahrhundert einen wüsten und teilweise morastigen Platz. 1573 berief der Kurfürst Johann Georg den Gärtner Desiderius Corbianus, damit dort ein Küchen- und Obstgarten angelegt werden sollte. Beete sollten eingeteilt und mit einheimischen und fremdländischen Gewächsen bepflanzt werden. Um 1664 betrug die Anzahl der inzwischen kultivierten Pflanzen bereits 950. Es war eine Zeit, in der auch andernorts Gärten zur Sammlung und Präsentation einheimischer und exotischer Gewächse entstanden. Auch die Schlossgärten in Oranienburg unter Kurfürstin Louise Henriette (1627-1667) wurden zu dieser Zeit angelegt. 1715 wurde der Lustgarten, in dem inzwischen auch Glas- und Treibhäuser standen und eine kleine Orangerie angelegt worden war, in einen Paradeplatz umgewandelt. Um 1888 gab es erste Vorschläge zur Verlegung des Botanischen Gartens. Die Pflanzungen sollten erweitert werden und ein Arboretum angelegt werden. Die Neuanlage entstand außerhalb Berlins auf dem Boden eines ehemaligen Kartoffelackers, der damals in Teilen zur Feldmark der Königlichen Domäne Dahlem gehörte. 1895 erstellten Adolf Engler, der damals führende Pflanzenkundler, und Alfred Koerner einen Plan für die Ausführung. Bis heute gibt es die damals gebauten zwei Eingänge: am Königin-Luise-Platz und an der Straße Unter den Eichen. Beide sind durch einen acht bis zehn Meter breiten Hauptweg verbunden, der zwischen den Pflanzenschauhäusern auf der einen Seite und den Freianlagen auf der anderen führt. 1903 wurde die neue Gartenanlage für Besucher eröffnet. Bis zu einer halben Million Gäste kommen zu allen Jahreszeiten in den Botanischen Garten. Für einen Besuch reicht die Zeit kaum aus. Zu jeder Jahreszeit gibt es besonders schön blühende Pflanzen zu bewundern.

 

Adresse:

Königin-Luise-Straße 6-8

14195 Berlin

 

Öffnungszeiten:

 

Mo - Fr/So 9:00 - 20:00 Uhr
Sa  geschlossen

Der Hauptweg durch die Anlage

Eine wunderschöne Pflanzenvielfalt erwartet den Besucher

 

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Fotos: Almut Philipp.

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