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Hans-Henning Paetzke
Heimatwirr
Roman

Von Angepassten und Unangepassten

Ein Mann verlässt Familie und Geliebte, um sich in West-Deutschland als literarischer Übersetzer zu etablieren. Schließlich holt er seine Frau Gizella und seinen Sohn Bence nach, der als Neunjähriger bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Plötzlich taucht Rosa, die Tochter seiner Geliebten, auf, die aus einem Ostberliner Kinderheim kommt und auf der Suche nach ihrem Vater ist. Sie beginnt Bences Platz einzunehmen und entwickelt sich zum Störfaktor …
In seinem neuen Roman lässt Hans-Henning Paetzke das autobiografische Moment in den Vordergrund treten, das sich mit dem Leben der anderen verbindet – von kommunistischen Tätern und Opfern aus Ungarn und der untergegangenen DDR, von Spitzeln und Bespitzelten, von Angepassten und Unangepassten.

Söhnel-Werft

Söhnel-Werft

Andreas Jüttemann

Der Silberschatz am Erlebnisgasthof

Lange Jahre war die kleine Söhnel-Werft an der „Mündung“ des Teltowkanals in den Griebnitzsee das Sorgenkind der örtlichen Gastronomie. Viele Jahre ein verträumter Biergarten im Grauschleifer des alten Westberlin, dann ein kurzes Intermezzo des alten Loretta-Teams, das aus dem angestammten Standort an Bahnhof Wannsee hierhin umzog, doch nun gibt es hier einen „Erlebnisgasthof“ mit Eismanufaktur, Brauerei und Kaffeerösterei und Standbar. Das Konzept scheint aufzugehen, insbesondere der Biergarten erfreut sich wachsender Beliebtheit. Für eine kleine Tour auf dem Wasser können nebenan in der Werft „Havelmeer“ auch Flöße ausgeliehen werden.

Die Söhnel-Werft liegt in der bereits zu Berlin gehörenden Siedlung Kohlhasenbrück. Hier am Flüsschen Bäke soll einst ein gewisser Hans Kohlhase im Jahre 1539 Silber versenkt haben. Der Kaufmann Kohlhase hatte dies bei einem Überfall auf einen Transport des Kurfürsten Joachim II. erbeutet. Heinrich von Kleist widmete dem rebellischen Dieb mit der Romanfigur „Michael Kolhaas“ ein literarisches Denkmal.

In Kohlhasenbrück lag ab 1898 auch die „Centralstelle für wissenschaftlich-technische Untersuchungen“ der „Deutschen Waffen- und Munitionsfabrik“. In den 1930er-Jahren übernahm die Technische Hochschule die Versuchsanlagen und gründet hier das „Hochspannungsinstitut Neubabelsberg“ mit Versuchsfeldern für elektrotechnische Tests. Das historische Gutshaus „Eule“, in dem sich ein Teil des Instituts befand, steht heute noch.

Weitere Informationen:

Söhnel-Werft

Neue Kreisstraße 50

14109 Berlin-Kohlhasenbrück

Tel: 030 / 80907887

https://www.soehnelwerft.berlin/

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Bild- und Textquelle:

Jüttemann, Andreas: Potsdam: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, 2015, Halle (Saale): mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale)

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