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Kennst du Gotthold Ephraim Lessing?
vorgestellt von Jürgen Krätzer

Jürgen Krätzer eröffnet uns eine neue Sicht auf den Autor. Lessing entpuppt sich als schulverdrossener Aufrührer, als Student in „schlechter Gesellschaft" und als leidenschaftlicher Glücksspieler, der sich von Job zu Job hangelt. Bewusst stellte er sich gegen die damaligen Erwartungen und prangerte die Scheuklappen der Gesellschaft an. Krätzer zeigt dies anhand unkonventioneller Fabeln und Gedichte, seiner Kritiken und Briefe. Zugleich setzt er sich mit Lessings neuartiger Theatertheorie und den aufklärerischen Werten in seinen Dramen auseinander. Dabei gelingt es ihm aufzuzeigen, wie relevant und modern deren Themen noch heute sind.

Tempelhofer Feld

Tempelhofer Feld

Jean Gies

Seit Mai 2010 ist das ehemalige Flugfeld des Tempelhofer Flughafens öffentlich zugänglich. Im Rahmen eines Berlin-weiten Volksentscheids wurde am 25. Mai 2014 mit entschiedener Mehrheit gegen die Bebauung des Geländes, für den vollständigen Erhalt der Fläche für die Öffentlichkeit gestimmt. Der Zugewinn eines solch großzügigen, kreativ zu nutzenden und erholungsverschaffenden Freiraums für alle inmitten der Stadt übte eine große Faszination aus und setzte viele Ideen frei.

 

Die Fläche wird von ihren Besuchern geschätzt, erfinderisch und ausgiebig genutzt, erforscht, gepflegt, verteidigt, gestaltet und bespielt. Freizeitsportler, Radler, Spaziergänger, Hundehalter, Ruhesuchende ergehen sich dort ohne Beengung in harmonischer Koexistenz. Fahr- und Flugobjekte werden ausgeführt und der Spieltrieb ausgelebt, Bandproben, Konzerte, Gemeinschaftsgartenprojekte, Kunstaktionen finden hier statt. Die Natur sprießt aus allen Fugen und erobert sich die ehemaligen Rollbahnen zurück, seltene Pflanzen und Tiere siedeln sich an, Feldlerchen brüten in einem geschützten Areal. Am hohen, weiten Himmel spielt sich eindrucksvoll das Wetterspektakel über Berlin ab - berückend der unverstellte Panoramablick auf Wolkenmeere, sich zusammenbrauende und entladende Unwetter, Regenbögen, Sonnenuntergänge über der fernen Stadtsilhouette. Es steht zu befürchten, dass diese wunderbare urbane Brache im Zuge steigenden Wohnungsbedarfs nicht dauerhaft ohne Abstriche erhalten bleiben kann. Umso intensiver und einfallsreicher, mit ansteckender Euphorie nutzen die Berliner ihre vielleicht nur temporäre Spielwiese und innerstädtische Stadtflucht.

Impressionen vom Tempelhofer Feld

 

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Fotos: Jean Gies

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