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Krabat

Florian Russi | Andreas Werner

Krabat ist die bekannteste Sagenfigur aus der Oberlausitz. Das Müllerhandwerk und das Zaubern hatte er vom "schwarzen Müller" erlernt, von dem man gemunkelte, dass er mit dem Teufel im Pakt stand. Irgendwann musste es zum Machtkampf zwischen Meisetr und Schüler kommen.

Die Hauptwirkungsstätte Krabats war die Mühle in Schwarzkollm, einem Dorf, das heute zu Hoyerswerda gehört. Die Mühle besteht noch und hat nach umfänglicher Restaurierung nichts von ihrer Romantik und Magie verloren. Seit 2012 finden hier die Krabat-Festspiele statt.

Volkspark Wilmersdorf

Volkspark Wilmersdorf

Jean Gies

Der Volkspark Wilmersdorf schließt sich westlich an den Schöneberger Rudolph-Wilde-Park an. Gemeinsam bilden sie eine 150 m schmale, 2,5 km lange, beliebte Erholungsfläche, die über viele Spielplätze, Sportflächen und einen Hundefreilauf verfügt. Ballsport-, Minigolf-, Schach- und Pétanquefreunde treffen hier auf Mitspieler, Hundehalter und Hunde knüpfen Bekanntschaften, Sportgruppen kultivieren die Freiluftgymnastik. Der Park bildet eine malerische Kulisse für Hochzeiten und Platz für ausgelassene Kindergeburtstage. Im Sommer wird dort gepicknickt, getrommelt, auf Slacklines zwischen den Bäumen einherbalanciert, bis in die Dämmerung hinein in friedvoller und familiärer Atmosphäre beisammengesessen. Im Winter bieten die sanft geschwungenen Hänge der Liegewiesen genügend Gefälle für fröhliches, unfallfreies Kleinkindschlittenvergnügen, und der gefrorene Ententeich wird zur Miniatureislaufbahn.

Während der Schöneberger Park ein wenig wie ein Kurpark anmutet, mit seinen Treppenabgängen, Ballustraden, Figuren und Vasen, dem Hirschbrunnen und den weißen Parkbänken, setzt der Volkspark Wilmersdorf eher landschaftsgärtnerische Schwerpunkte. Zum westlichen Ende hin, abseits der Freizeitanlagen, ist er weniger stark frequentiert und gestaltet sich auf den Uferpfaden rund um den Fennsee zunehmend naturbelassen.

Wer den Volkspark beinahe täglich, rund ums Jahr aufsucht, lernt ihn intensiv kennen und seinen Wandel im Jahreszeitenwechsel lieben. Er sucht die immer gleichen, besonderen Fleckchen und Blickpunkte auf und findet sie jedesmal reizvoll verändert vor. Der Park wird, trotz seiner überschaubaren Größe, niemals langweilig, sondern erfreut Naturgemüt und Künstlerauge mit immer neuen kleinen Wandlungen und Ereignissen - dem Anblick eines Reihers, von Kaninchen oder Eichhörnchen, sprießenden Blattknospen und aus dem Boden ploppenden Frühlingsblühern, mit graphisch-filigran aus dem Schnee ragenden Zweigen, wechselnden Farb- und Lichtstimmungen, einer Mannigfaltigkeit an Grünschattierungen und Blatttexturen, interessanten Wasserspiegelungen. Für "Städter wider Willen" ein schöner, gut erreichbarer Ort, dem Gang der Natur nahe zu sein, für Fotografen ein unerschöpfliches Sujet....

 

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Fotos: Jean Gies

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