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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Der König der Ärzte

Der König der Ärzte

Hannelore Eckert

Friedrich der Große war kein Freund der Ärzte und benutzte gern die Gelegenheit, ihnen eins zu versetzen. Eines Tages fragte er den Leibarzt des Königs von Hannover: “Hat er schon viele Menschen in die andere Welt geschickt?“

Dieser war schlagfertig und erwiderte: „Nicht so viele wie Eure Majestät, aber auch nicht mit demselben Ruhm.“

In den ersten Jahren seiner Regierung erkrankte der König nicht unbedenklich. Der Marquis d`Argens erkundigte sich in einem Briefe teilnehmend nach seiner Gesundheit. Friedrich antwortete: „Ich bin wiederhergestellt, obwohl zwei berühmte Ärzte sich alle erdenkliche Mühe mit mir gegeben haben.“

In den letzten Lebensjahren, als der König schon viel kränkelte, tauchte in Berlin eine angeblicher Schweizer Arzt namens Thibaud auf, der nach Rousseaus Grundsätzen Rückkehr zur Natur auch im Essen und Trinken forderte. Seine Patienten erhielten daher „als Medizin“ vor allem frische Kräuter und Gemüse. Er stellte sich und seine Kunst, durch „hohe Empfehlungen“ ermutigt, Friedrich zur Verfügung. Aber der König war mißtrauisch, aß lieber ein gutes Stück Fleisch als rohes Gras und Kräuter. Jedenfalls gab er dem Schreiber folgende Antwort: „Ich danke für Seine Kur; ich mag noch nicht ins Gras beißen!“

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Quelle: „Hier lacht Berlin“ herausgegeben von Dr. Franz Lederer

Fels-Verlag Dr. Wilhelm Spael KG, Essen 1943

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