Berlin-Lese

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Florian Russi
Papier gegen Kälte

Manfred Hoffmann, ehemals Klassenbester, ist ein angesehener Kinderarzt mit eigener Praxis und strebt nach dem Professorentitel. Stets bemüht, allen in ihn gesetzten Erwartungen zu entsprechen, steuert sein Leben in eine Sackgasse. Die jahrelange wissenschaftliche Arbeit erweist sich plötzlich als vergebens, sein Karriereaufstieg ist gefährdet, seine Ehe gescheitert, alle Erwartungen enttäuscht. Auf der Suche nach Genugtuung und nach Rechtfertigung begibt er sich auf Wege, die gefährlich weit in die Netze der organisierten Kriminalität ziehen.

Eine packende Mischung aus Entwicklungsroman und spannendem Thriller.

auch als E-Book erhältlich

Dietrich Lincke

Dietrich Lincke

Florian Russi

Herr Botschafter a. D. Lincke 1995 beim Neujahrsempfang Papst Johannes Paul II. für das Diplomatische Corps
Herr Botschafter a. D. Lincke 1995 beim Neujahrsempfang Papst Johannes Paul II. für das Diplomatische Corps

Der diplomatische Dienst hat ihn geprägt. In seinem Auftreten verbindet er Höflichkeit, Verbindlichkeit und Verhaltenheit und wenn er beim Besuch ausländischer Gäste flüssig vom Deutschen ins Englische und von dort ins Spanische und Französische wechseln kann, bleibt dies nicht ohne Eindruck.

Der am 01. März 1936 in Berlin geborene Dietrich Lincke hat sich nach der juristischen Staatsprüfung an der Freien Universität für die Diplomatenlaufbahn entschieden und dabei keine Stufe ausgelassen. So war er u. a. Attaché in Athen, Vizekonsul in Cleveland (Ohio), Botschaftsrat in Neu Delhi, Vortragender Legationsrat in der Unterabteilung des Auswärtigen Amts für die Vereinten Nationen, Botschaftsrat 1. Klasse in Santiago de Chile und Caracas, Gesandter beim Vatikan und schließlich Botschafter der Bundesrepublik Deutschland bei den Internationalen Organisationen in Rom.

Seine beruflich sehr interessanten römischen Jahre wurden durch einen tragischen persönlichen Schicksalsschlag überschattet. Seine Frau, mit der er drei Söhne und eine Tochter hatte, kehrte von einer Wanderung in den Südtiroler Dolomiten nicht zurück. Trotz intensiver Suchaktion gelang es erst eineinhalb  Jahre später, sie aufzufinden. Sie war bei ihrer Wanderung auf dem Schlern bei Völs abgestürzt.

Dietrich Lincke war auch immer sozial engagiert. Während seiner Tätigkeit für die Vereinten Nationen gehörten soziale Fragen, insbesondere der Menschenrechte, zu seinen wichtigsten Themenfeldern. Zusätzlich brachte er sich seit 1974 im Ehrenamt bei den Johannitern ein, dem protestantischen Pendant zum katholischen Malteserorden. Im Jahr 1987 wurde er dort zum Rechtsritter ernannt.

Seit 2000 gehört er auch dem Kuratorium der zum Paritätischen Wohlfahrtsverband gehörenden Trägerwerke Soziale Dienste an und wurde 2009 zu dessen Vorsitzenden gewählt. Er ist Mitherausgeber der Fachzeitschrift „Hospizdienste und Palliativmedizin" und ein gefragter Referent, Ratgeber und Gesprächspartner bei verschiedenen Bildungsträgern.

Gern ist der inzwischen pensionierte Botschafter immer noch in der Welt unterwegs, pflegt alte Verbindungen, besucht seinen Bruder in Australien oder seine Kinder, die in Chile, Spanien bzw. Portugal leben. Seine eigene Heimat aber ist wieder Berlin, wo er auch gesellschaftlich engagiert ist und u. a. der deutschen Matt Lamb-Gesellschaft angehört.

Dietrich Lincke starb kurz vor seinem 87. Geburtstag am 8. Februar 2023 in Berlin.

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Fotos: Rita Dadder

         Dietrich Lincke

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