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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Der „100er“ Bus

Der „100er“ Bus

Hannelore Eckert

Diese Bus-Linie gehört zu den bekanntesten in der Welt. Über sie wird in zahlreichen Tourismusführern informiert und entsprechend stark ist sie frequentiert.


Die Buslinie 100 fuhr am 26. November 1990 erstmals durch das Brandenburger Tor, das noch ein Jahr zuvor streng bewacht und abgeriegelt war. Dieser 100er verbindet den Ostteil Berlins mit dem westlichen Teil der Stadt. Er startet am Alexanderplatz und endet am Bahnhof Zoo. Für den ganz normalen BVG-Tarif kann man also eine kleine Stadtrundfahrt, vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten Berlins, machen. Das nutzen zahlreiche Touristengruppen und viele Berliner, die von außerhalb Besuch haben, machen sich auf die Reise von Ost nach West oder umgekehrt. Entsprechend voll sind die Busse, besonders begehrt sind die vorderen Plätze auf dem Oberdeck.


Der „100er" startet rund 300 mal am Tag, aber wegen des starken Verkehrs und der vielen Baustellen in der Stadt ist er leider nicht immer pünktlich. Da kann es schon mal vorkommen, dass man 15 Minuten wartet und dann kommen drei Busse hintereinander.


Auch die Taschendiebe wissen um die Attraktivität der Linie. Wegen des oft starken Gedränges haben sie hier leichtes Spiel. Deshalb bittet die Polizei um erhöhte Aufmerksamkeit in der „Klaulinie".

 

Der 100er Bus

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Fotos: Hannelore Eckert 

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