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Christoph Werner
Um ewig einst zu leben

Roman

Um 1815 zwei Männer, beide Maler - der eine in London, der andere in Dresden; der eine weltoffen, der andere düster melancholisch. Es sind J. M. William Turner und Caspar David Friedrich. Der Roman spielt mit der Verbindung beider.

Auch als E-Book erhältlich 

Das macht die Berliner Luft

Das macht die Berliner Luft

Berlin! - Hör ich den Namen bloß,
Da muß vergnügt ich lachen!
Wie kann man da für wenig Moos
Den dicken Wilhelm machen!
Warum lässt man auf märk'schen Sand
Gern alle Puppen tanzen?
Warum ist dort das Heimatland
Der echt Berliner Pflanzen?

Ja, ja, ja das ist die Berliner Luft, Luft, Luft,
So mit ihrem holden Duft, Duft, Duft,
Wo nur selten was verpufft, pufft, pufft
Dieser Luft, Luft, Luft.
Das macht die Berliner Luft.

Ich frug ein Kind mit gelbe Schuh:
„Wie alt bist du denn, Kleene?"
Da sagt sie schnippisch: „Du, nanu
Ich wird schon nächstens zehne!"
Doch fährt nach Britz sie mit Maman,
Dann sagt die kleine Hexe
Zum Schaffner von der Straßenbahn:
„Ick wird erst nächstens sechse!"

Ja, ja, ja, das ist die Berliner Luft, Luft. Luft,
So mit ihrem holden Duft, Duft, Duft,
Wo nur selten was verpufft, pufft, pufft
In dem Duft, Duft, Duft
Dieser Luft, Luft, Luft.
Das macht die Berliner Luft!

Der richtige Berliner gibt
Sich gastfrei und bescheiden,
Drum ist er überall beliebt,
Und jeder kann ihn leiden.
Wenn sonst man: „Mir kann keener!" sagt,
So sagt in jedem Falle,
Wenn`s dem Berliner nicht behagt,
Er sanft: „Mir könn`se alle!"

Ja, ja, ja das ist die Berliner Luft, Luft, Luft,
So mit ihrem holden Duft, Duft, Duft,
Wo nur selten was verpufft, pufft, pufft
In dem Duft, Duft, Duft
Dieser Luft, Luft, Luft.
Das macht die Berliner Luft!

Heinz Bolten-Baeckers (1871-1938

 

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