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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Wir waren Nachbarn - Biografien jüdischer Zeitzeugen

Wir waren Nachbarn - Biografien jüdischer Zeitzeugen

Jean Gies

Ausstellungsinstallation im Rathaus Schöneberg

Blick in den Lesesaal mit den biographische Alben
Blick in den Lesesaal mit den biographische Alben

 

Eine dauerhafte Ausstellungsinstallation im Rathaus Schöneberg erinnert an die in der Zeit des Nationalsozialismus' verfolgten und ermordeten jüdischen Einwohner der Berliner Bezirke Schöneberg und Tempelhof. In mittlerweile mehr als 150 biographischen Alben, die in einem Lesesaal für Besucher zum Studium ausliegen, werden Lebensgeschichten, Einzel- und Familienschicksale dokumentiert.

30 Jahre Recherche gingen der Ausstellung voraus. Die in alle Welt vertriebenen überlebenden Zeitzeugen mussten ausfindig gemacht und kontaktiert werden. Aus ihrer Perspektive, mit persönlichen Erinnerungen, Briefen, historischen Dokumenten, Ton- und Bildmaterial werden die Biografien rekonstruiert und eindringlich erfahrbar gemacht. Die Alben schildern das alltägliche Leben vor 1933 im sozialen Umfeld von Familie, Freunden, Nachbarn, in der Schule, am Arbeitsplatz, und berichten von Verfolgung, Flucht ins Exil, von Deportation und Ermordung und über das Schicksal der Überlebenden des Holocaust bis in die Gegenwart.

Archiv der Erinnerungen
Archiv der Erinnerungen

Einige der Alben sind berühmten Berliner Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Sport, Kunst, Musik und Literatur gewidmet, z.B. Renée Sintenis und Kurt Tucholsky. An Hörstationen erklingen aus historischen Aufnahmen die Stimmen verstorbener Dichter und Musiker.

In Schubfächern werden persönliche Erinnerungsmomente von Zeitzeugen zum sogenannten Archiv der Erinnerung zusammengetragen. Museumsbesucher können die Fächer der Archivschränke einsehen und das Archiv um eigene Erinnerungen ergänzen.

Karteikarten mit handschriftlichen Vermerken
Karteikarten mit handschriftlichen Vermerken

An den Wänden des Lesesaals sind über 6000 Karteikarten mit den handschriftlich vermerkten Namen und letzten Wohnanschriften von Deportierten und Ermordeten angebracht, die verbildlichen, wie viele Menschen aus der unmittelbaren Nachbarschaft verhaftet, über Nacht ihrem Alltag und ihrer Gemeinschaft entrissen und in Vernichtungslager deportiert wurden.

In einer Bücherecke wurde ein Handapparat mit Biographien von und über jüdische Zeitzeugen und weiterer themenbezogener Literatur zur Vertiefung zusammengestellt.

Gedenkbücher
Gedenkbücher

Die Installation versteht sich als "work in progress" und wird ständig ergänzt.

Der Lesesaal ist Ort der Information, des Zusammentragens von Erinnerungsmomenten, des fortwährenden persönlichen und gemeinschaftlichen Gedenkens.

 

Biographisches Album, gewidmet Renée Sintenis   

 

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Fotos: Jean Gies

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