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Der Bronstein-Defekt

und andere Geschichten 

Christoph Werner

"Ich stellte bald an mir selbst die Verführung durch Zählen und Auswerten fest und empfand die Wonne, Gesetzmäßigkeiten bei gewissen Massenerscheinungen festzustellen. Nichts war vor mir sicher. Als erstes machte ich mich über die Friedhöfe her..."

Das Rathaus von Köpenick

Das Rathaus von Köpenick

Gerhard Klein

Das Rathaus Köpenick steht auf dem Gelände eines Vorgängerbaues aus dem 17. Jahrhundert am Zusammenfluss zwischen Spree und Dahme. Das alte Rathaus konnte den Anforderungen der raschen Stadtentwicklung nicht mehr genügen, sodass 1898 die Entscheidung für einen Neubau fiel. Nach Realisierung mehrerer Bauabschnitte wurde das Gesamtbauwerk 1904 fertig gestellt.

Das Rathaus ist im typischen Stil der Mark Brandenburger Backsteingotik errichtet worden. Der 54 Meter hohe Turm und der imposante Ziergiebel mit den ornamental durchbrochenen Rosetten verleihen dem Gebäude seine Dominanz in der Altstadt. Bildhaft gestaltete Glasfenster im großen Sitzungssaal sowie florale Motive und Symbole der Stadt an den Treppenhausfenstern bereichern die Innenarchitektur des Hauses.

Weithin bekannt wurde das Rathaus durch die Aktion des arbeitslosen Schusters Wilhelm Voigt, der 1906, als Hauptmann verkleidet, mit einer von ihm rekrutierten Truppe den Bürgermeister verhaftete und die Stadtkasse entwendete. Mit diesem Streich erbeutete er nicht nur das Geld, sondern prangerte auch den preußischen Kadavergehorsam und Untertanengeist an. Nach zwei Jahren wurde der Schuster begnadigt und heute steht vor dem Rathaus eine Bronzefigur des Hauptmanns von Köpenick.

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Zeichnung: Gerhard Klein

Foto: Andreas Steinhoff

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