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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Die Litfaßsäule – eine Berliner Erfindung

Die Litfaßsäule – eine Berliner Erfindung

Hannelore Eckert

Der Druckereibesitzer Ernst Litfaß (1816-1874) modernisierte den Druckereibetrieb, indem er Schnellpressen installieren ließ, den Farbdruck einführte und großformatige Plakate herstellte. Da ihn das wilde Plakatieren an Wänden und Zäunen störte, wandte er sich an den Berliner Polizeipräsidenten von Hinkeldey, um die Genehmigung zum Aufstellen von Säulen zu erhalten. 1855 wurden die ersten 150 „Annoncier-Säulen", finanziert von Zirkusdirektor Ernst Renz, aufgestellt. Damit wurde Litfaß berühmt. So durfte er z. B. in den Kriegsjahren 1860 und 1870/71 alle amtlichen Kriegsdepeschen plakatieren.

Auch in den Zeiten von Apps und Facebook ist die Litfaßsäule als Werbeträger weiterhin sehr beliebt. Deutschlandweit soll es mehr als 50 000 dieser runden Stadtmöbel geben. Allerdings hat sie im Laufe der Jahre ihr Aussehen verändert - es gibt sie nun auch aus Plexiglas, beleuchtet, sich drehend.

Das Ehrengrab von Ernst Litfaß befindet sich auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte.

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Fotos: Hannelore Eckert