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Krabat

Florian Russi | Andreas Werner

Krabat ist die bekannteste Sagenfigur aus der Oberlausitz. Das Müllerhandwerk und das Zaubern hatte er vom "schwarzen Müller" erlernt, von dem man gemunkelte, dass er mit dem Teufel im Pakt stand. Irgendwann musste es zum Machtkampf zwischen Meisetr und Schüler kommen.

Die Hauptwirkungsstätte Krabats war die Mühle in Schwarzkollm, einem Dorf, das heute zu Hoyerswerda gehört. Die Mühle besteht noch und hat nach umfänglicher Restaurierung nichts von ihrer Romantik und Magie verloren. Seit 2012 finden hier die Krabat-Festspiele statt.

Siegessäule

Siegessäule

Florian Russi

Berliner Wahrzeichen

Wenn heute in Berlin an Silvester oder aus anderem Anlass große Straßenfeste gefeiert werden, ragt sie unschuldig aber unübersehbar aus der gedrängten Menschenmenge heraus. Die Siegesgöttin Victoria steht auf einer Säule inmitten des „Großen Stern" in der Straße des 17. Juni, die vom Brandenburger Tor bis zum Ernst-Reuter-Platz führt. Das Denkmal sollte an drei militärische Siege Preußens erinnern, 1864 über Dänemark, 1866 über Österreich und den von ihm geführten Deutschen Bund und 1870/71 über Frankreich.

Die Säule wurde in den Jahren 1864 bis 1873 nach einem Entwurf des Schinkel-Schülers Heinrich Strack (1805-1880) erbaut. Bis 1938/39 stand sie, damals 50,66 Meter hoch auf dem Königsplatz, der heute den Namen „Platz der Republik" trägt und unmittelbar vor dem Reichstagsgebäude gelegen ist. Dann musste sie den Plänen von Hitlers bevorzugtem Architekten Albert Speer weichen und wurde, auf 69,89 Meter erhöht, am heutigen Standort aufgestellt. Speer hatte von Hitler den Auftrag bekommen, Berlin zur neuen Welthauptstadt „Germania" umzubauen. Das wahnwitzige Vorhaben scheiterte am Ergebnis des 2. Weltkriegs, das den Weltmachtträumen Hitlers ein jähes Ende bereitete.

Das Denkmal überstand den Krieg ohne fundamentale Schäden. Die französische Besatzungsmacht wollte das Monument sprengen lassen, konnte sich aber damit nicht bei den anderen Alliierten durchsetzen. So blieb die Siegessäule im „Großen Stern" stehen und gehört heute allgemein akzeptiert zum Stadtbild Berlins. Wenn man Victoria in ihrer goldenen Farbe aus den wogenden Menschenmassen hervorleuchten sieht, denkt man eher an eine Engelsfigur als an eine blutrünstige Kriegstreiberin. Das ist gutzuheißen.

 

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Bilder:
- Vorschaubild: Urheber Felouch Kotek, CC BY-SA 30. via Wikimedia Commons.
- Foto im Text:  Urheber Ondrej Žvácek, CC BY-SA 30. via Wikimedia Commons.

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