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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Die Litfaßsäule – eine Berliner Erfindung

Die Litfaßsäule – eine Berliner Erfindung

Hannelore Eckert

Der Druckereibesitzer Ernst Litfaß (1816-1874) modernisierte den Druckereibetrieb, indem er Schnellpressen installieren ließ, den Farbdruck einführte und großformatige Plakate herstellte. Da ihn das wilde Plakatieren an Wänden und Zäunen störte, wandte er sich an den Berliner Polizeipräsidenten von Hinkeldey, um die Genehmigung zum Aufstellen von Säulen zu erhalten. 1855 wurden die ersten 150 „Annoncier-Säulen", finanziert von Zirkusdirektor Ernst Renz, aufgestellt. Damit wurde Litfaß berühmt. So durfte er z. B. in den Kriegsjahren 1860 und 1870/71 alle amtlichen Kriegsdepeschen plakatieren.

Auch in den Zeiten von Apps und Facebook ist die Litfaßsäule als Werbeträger weiterhin sehr beliebt. Deutschlandweit soll es mehr als 50 000 dieser runden Stadtmöbel geben. Allerdings hat sie im Laufe der Jahre ihr Aussehen verändert - es gibt sie nun auch aus Plexiglas, beleuchtet, sich drehend.

Das Ehrengrab von Ernst Litfaß befindet sich auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte.

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Fotos: Hannelore Eckert

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